Wozu ist Testautomatisierung gut?

Wozu ist Testautomatisierung gut?Ein Argument gegen die Testautomatisierung, welches mir immer wieder begegnet, lautet:

„Die Automatisierung kostet Zeit und hält mich vom Testen ab.“

Es stimmt, dass für die Einführung und Änderung einer Testautomatisierung Zeit und Arbeitskraft aufgewendet werden müssen. Leider entwickelt sich der Nutzen einer Testautomatisierung erst nach einer Investition und als solche muss das Automatisierungsprojekt auch gesehen werden. Hat man die Vorteile einer Testautomatisierung erst einmal erfahren, dann ist diese Aussage nicht mehr richtig. Je später damit begonnen wird, desto teurer wird die Einführung und desto länger dauert es, bis die automatischen Tests ihre Vorteile entwickeln.

Was ist Testautomatisierung

Mein Eindruck ist, dass die Zurückhaltung zur Einführung der Testautomatisierung an der Vorstellung von dem liegt, was Testautomatisierung ist. Im Kern ist es ein wesentlicher Faktor der industriellen Softwareentwicklung und auf dem Wege, eine eigene Disziplin zu werden. Sie unterstützt die immer kürzer werdenden „Go to Market“ Zyklen, entlastet den Softwaretester und erhöht die Testabdeckung und damit die Qualität eines Produktes.

Natürlich ist der einzelne Test abhängig vom aktuellen Umfeld (Domain). Die Einführung von Testautomatisierung folgt einheitlichen Gesichtspunkten, die im Allgemeinen von Domain- spezifischen Tools auch unterstützt werden. Sie besteht nicht nur aus der automatischen Ausführung von einzelnen Testfällen, sondern beinhaltet das gesamte Konzept zur automatischen Durchführung von Testsequenzen.

Der Prozess und die Einführung der Testautomatisierung können in einzelne Phasen aufgeteilt werden. Die Phasen entsprechen einem Entwicklungsprozess und können so parallel zur Softwareentwicklung ausgeführt werden. Damit wird die Testautomatisierung auch für agile Entwicklungen einsetzbar und kann auch hier ihre Wirkung schnell entfalten.

Einführung

Nach meiner Erfahrung wird die Testautomatisierung, als strukturelle Maßnahme, erst spät im Produkt-Life-Cycle eingebracht. Daher halte ich es für erforderlich, dass auch für die Einführung der Testautomatisierung eine Vorstellung entwickelt wird, die die notwendigen Schritte zur Integration der Testautomatisierung in den bestehenden Testprozess unterstützt. Gerade in einem agilen Umfeld muss das neue Vorgehen gut mit den Beteiligten abgestimmt sein. Sonst kommt es leicht zu Missverständnissen in der Arbeitsaufteilung.

Oftmals haben Tester schon einen Grundstock an automatisierten Tests vorrätig. Ich empfehle hier zu prüfen, ob diese Testfälle in das aktuelle Automatisierungskonzept passen und wie hoch der Aufwand zur evtl. Anpassung  der Testfälle an geänderte Anforderungen ist. Erst dann können auch die Testfälle in die Automatisierung eingegliedert werden. Generell empfiehlt es sich eine Planung für eine Einführung mit folgenden Phasen zu entwerfen:

  • Aufstellung eines Testkonzeptes und Zuweisung von Ressourcen
  • Entwicklung
    • der Testfälle
    • der Testdaten
  • Definition und Aufbau der Infrastruktur
  • Integration der Automatisierung in den bestehenden Testablauf
  • Inbetriebnahme
  • Regelbetrieb und Pflege

Test automatisieren

Um einen möglichst hohen Nutzen der Testautomatisierung zu erhalten, müssen die Ziele einer Automatisierung im Vorfeld beschrieben werden. Bevor die notwendigen Black-Box Tests definiert werden, muss klar festgelegt sein, welche Testphasen zu unterstützen sind. Je nach Testphase werden unterschiedliche Testfälle und Szenarien benötigt, um die fachlichen Funktionstest durchführen zu können. Im Allgemeinen werden es Tests sein, die sich aus den manuellen Tests entwickeln und wiederholt ausgeführt werden müssen.

Antwort:

Die Testautomatisierung ist ein Werkzeug zur Qualitäts- Festigung und Steigerung ihres Produktes.

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