Wie Lernförderlichkeit uns beim Lernen unterstützt

Kind mit SchultüteBeim Thema Lernen denken alle vermutlich an ihre Schulzeit zurück. Der erste Schultag war toll, schließlich bekamen wir eine Schultüte voller Geschenke. Aber dann ging’s los. Jeden Tag Daten, Formeln und Vokabeln pauken und erst die Hausaufgaben. Da war man doch richtig froh, als man endlich raus aus der Schule war und was mussten wir feststellen: „Man lernt nie aus.“

Immer wieder gibt es neue Trends, Regeln, Techniken und Erfindungen. Ständig müssen wir uns auf etwas Neues einstellen, etwas Neues lernen.

Wäre es da nicht schön, wenn uns die verwendeten Systeme beim Lernen unterstützen würden. Wenn wir eigentlich gar nicht so richtig merken würden, dass wir gerade etwas Neues lernen.

Die Norm nennt so etwas „Lernförderlichkeit“. Doch was verbirgt sich alles dahinter?

Wie individuell muss Software sein?

Individualisierbarkeit bei Autos - Oranges Auto in einer Reihe grauer AutosWir können heute viele Aspekte und Elemente unseres privaten und beruflichen Alltags auf unsere Vorlieben und Bedürfnisse einstellen. Das geht am Morgen schon los mit der Wassertemperatur beim Duschen. Dann kommt das Frühstück: Saft, Milch, Tee oder  Kaffee, mit oder ohne Milch und Zucker, dazu ein gesundes Müsli, Brot mit Marmelade oder doch lieber etwas Herzhaftes. Es gibt so gut wie nichts, das wir nicht an unsere individuellen Vorstellungen oder Wünsche anpassen können. Wir suchen uns die Farbe und Ausstattungsmerkmale unseres Autos aus, Modell, Farbe und Klingelton unseres Handys, usw.

Warum sollten wir Software oder ein Webportal nicht auch unseren individuellen Wünschen und Bedürfnissen anpassen können?

Die Norm nennt es „Individualisierbarkeit“ wenn man ein System entsprechend anpassen kann. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Dialogprinzip?

Wie tolerant muss Software mit Fehlern umgehen?

Fehlertoleranz: Frau schaut erschrocken auf ihr NotebookWir haben bestimmt alle schon einmal eine Mail abgeschickt oder bekommen obwohl sie eigentlich noch gar nicht fertig war, bzw. der Anhang fehlte. Diesen Fehler kann man nur schwer verhindern. Hier trifft der Spruch zu „ERRARE HUMANUM EST“ („Irren ist Menschlich“). Der Volksmund sagt weiter „und vergeben ist göttlich“. Was aber ist mit Software? Vergibt sie auch den ein oder anderen Fehler? Wie tolerant muss Software sein? Was versteht man unter Fehlertoleranz bei Software und Webportalen?

Bessere Orientierung dank Selbstbeschreibungsfähigkeit

Karte, Fernglas und KompassVor langer Zeit orientieren sich die Menschen mit Landkarten, Kompass oder an den Sternen. Heute helfen uns Navigationssysteme und Handy Apps in der realen Welt bei der Bestimmung unseres Standortes und der Suche nach dem besten Weg zum Ziel. Mit ihrer Hilfe kann man jederzeit die Fragen „Wo bin ich?“; „Wie komme ich ans Ziel?“ und oft auch „Was liegt in der Nähe?“ beantworten.

Doch wie beantwortet man diese Fragen in der virtuellen Welt von Softwareanwendungen oder Webportalen? Kann der Anwender auch dort jederzeit seinen Standort bestimmen und den für sich optimalen Weg zur Erreichung seines Ziels erkennen?

Die ISO nennt es „Selbstbeschreibungsfähigkeit“ wenn Dialoge den Anwender bei der Orientierung helfen. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

Erwartungskonformität: Welchen Erwartungen muss Software gerecht werden?

Kleines Mädchen beim Schreiben ihres WunschzettelsWeihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr knüpfen wir wieder große Erwartungen an das Fest. Unsere Kinder erwarten, dass sie alle Wünsche ihres Wunschzettels erfüllt bekommen. Wir Erwachsene erwarten ein harmonisches Fest im trauten Familien- oder Freundeskreis.

Auch an Software knüpfen wir viele Erwartungen. Und damit meine ich nicht nur dass die Software ihrem geplanten Einsatz gerecht wird, dass man zum Beispiel mit „ELSTER“ (ELektronische STeuerERklärung) seine Steuererklärung online abgeben kann (auch wenn wir am liebsten gar keine Steuererklärung abgeben würden). Wir erwarten auch, dass einige Dinge auf eine ganze bestimmte Art und Weise funktionieren. So soll beispielsweise beim Klicken auf den Einkaufswagen das ausgewählte Produkt in den Warenkorb gelegt werden. Kurz gesagt, wir erwarten dass wir die Software mit unseren Erfahrungen und unserem Wissen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen, bedienen können.

Verhält sich Software so, dann nennt die ISO das „erwartungskonform“. Was versteckt sich noch alles hinter diesem Dialogprinzip der „Erwartungskonformität“?

Effizienter Arbeiten durch Aufgabenangemessenheit

Schilderwald auf Deutschlands Straßen - Aufgabenangemessen oder nicht?

Vermutlich hat sich jeder von uns schon einmal über den Schilderwald auf deutschen Straßen geärgert. Allein über die Straßenverkehrsordnung sind rund 160 verschiedene Verkehrszeichen in Deutschland zugelassen – Tempolimits, Vorfahrtszeichen, Parkschilder, usw. Daneben gibt es unzählige Zusatzzeichen und Hinweisschilder.

All diese Schilder haben die Aufgabe den Verkehr zu regeln und uns sicher an unser Ziel zu bringen. Zu viele und überflüssige Verkehrsschilder binden aber unnötig unsere Aufmerksamkeit und erhöhen so die Unfallgefahr.

Bei Software ist es nicht anders. Was ist alles nötig um ans Ziel, die Lösung der Aufgabe zu kommen? Welche Informationen benötigen wir? In welcher Reihenfolge sollen Ein- und Ausgaben erfolgen? Zu viele Informationen, unnötige Eingaben oder umständliche Bedienerführung verursachen unweigerlich genervte Anwender und vermeidbare Fehler.

Doch wie kann man sicherstellen, dass Software aufgabeangemessen ist?

Warum der Anwender die Software steuern sollte und nicht umgekehrt?

Ehepaar auf einem Segelboot

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Im Urlaub bestimmt nicht mehr unser Terminkalender Zeit und Ort. Jetzt können wir die Richtung, das Ziel und die Geschwindigkeit zum und am Urlaubsort selbst festlegen. Dabei ist es vollkommen egal ob wir uns mit einem Segelschiff auf dem Mittelmeer treiben lassen oder 30 Städte in 14 Tagen besuchen. Wir haben das Ruder selbst in der Hand und bestimmen was, wann und wo wir etwas machen.

In unserem Alltag ist das leider nicht immer der Fall. Gerade weil wir in diesem Umfeld ständig mit Terminen, Formularen und Regeln konfrontiert sind, würden wir uns freuen, wenn wenigstens die kleinen und großen Software-„Helfer“ nicht noch ein Eigenleben entwickeln würden, sondern uns tatsächlich helfen, schneller und sicherer durch den privaten und beruflichen Alltag zu kommen. Sogar die ISO empfiehlt, dass Software uns, den Anwendern, das Steuer überlässt.

Was aber verbirgt sich hinter diesem Grundsatz der „Steuerbarkeit“?