Warum Sie bei Wissensmanagement nicht nur an Sharepoint denken sollten

sharepoint-zitrone-bearbeitet-B700„Wir haben doch Sharepoint!“ – das ist oft die Antwort auf Fragen zum Wissensmanagement in Unternehmen, geäußert mit einer Mischung aus Freude und Verzweiflung. Freude, weil man sich nicht über weitere technische Lösungen Gedanken machen muss. Verzweiflung, weil die meisten Anforderungen nicht einfach mal so umsetzbar sind.

Mit einem Hammer in der Hand wird jedes Problem zu einem Nagel. Das Tool alleine ist nie die Lösung. Es muss zur Kultur, zu etablierten Abläufen und nicht zuletzt zum eigentlichen Problem passen.

Erfolgreiches Wissensmanagement per E-Mail? Das geht! Wikis sind scheinbar auch nicht tot zu kriegen und dann haben wir noch nicht mal über die speziellen Anforderungen im Kundenservice gesprochen…

Cognitive Computing: Fehler im System oder im Menschen?

U.S. Army Photo of en:EDVAC as installed in en:BRL building 328. (modifiziert)

Cognitive Computing tritt als neue Technologie auf den Plan und verspricht uns schlauer und effektiver zu machen. Google Now, Apple Siri oder Microsoft Cortana sind bereits beim Konsumenten angekommen. Neu ist, dass Unternehmen selber mit den Schnittstellen, die z. B. IBM Watson, Google und Microsoft Azure ML anbieten, nach den Sternen greifen können. Schlaue Assistenten versprechen u. a. bessere Antworten auf unsere Fragen zu haben – manchmal sogar auf welche, die wir uns noch gar nicht gestellt haben.

Der Mensch erweitert seine Möglichkeiten mit einem neuen Werkzeug. Die Fähigkeit des Menschen, abstrakte Werkzeuge herstellen zu können, wurde lange als Alleinstellungsmerkmal angesehen. Inzwischen ist sie bei einer Vielzahl anderer Lebewesen nachgewiesen worden. Kognitiv unterstützende Werkzeuge haben eine neue, alltägliche und selbstverständliche Qualität, die unter Philosophen unter dem Begriff Extended Mind beleuchtet wird, d. h. inwiefern diese ein unbewusster Teil von uns werden. Diese Werkzeuge sind in der Lage, unser Menschenbild zu verändern und werfen Fragen auf:

Wer ist in dem System Mensch-Maschine für eine Fehlfunktion verantwortlich? Damit meine ich nicht nur den sprichwörtlichen, plötzlichen GAU sondern auch kleinste Tendenzen, die große Wirkungen haben können.

Sind wir Menschen darauf vorbereitet? Was bedeutet das für den Einsatz dieser Technologien durch Unternehmen und Institutionen?

Sich großen Themen effektiv nähern – mit Lego Serious Play

LSP CogCompAuf der KnowTech 2014, einem Kongress für Wissensmanagement, Social Media und Collaboration, haben wir eine Workshop-Umgebung geschaffen, die rund ein Dutzend Besucher in zweieinviertel Stunden mit den Kernkonzepten von Cognitive Computing bekannt gemacht hat.

Unser ambitioniertes Ziel: Cognitive Computing als mächtiges Konzept in der Knowledge-Management-Community zu verankern. Dabei haben wir Fakten-Aufzählungen auf das absolute Minimum reduziert und ins Zentrum gestellt, dass die Teilnehmer selbst konstruieren und kommunizieren.

Wie wir vorgegangen sind und was wir dabei selbst gelernt haben lesen Sie in diesem Artikel.

„Ein Wissensmanager ist heute Idealist“ – Fragen an Stefan Holtel zur Diskussion auf der KnowTech 2014

Von Vorständen verordnetes Wissensmanagement ist mausetot.

Stefan HoltelAm zweiten Tag der KnowTech 2014 wurde eine steile These formuliert: „Die Zeit des Wissensmanagers ist vorbei – es lebe der Data Scientist„.

Stefan Holtel, Querdenker bei brightONE Consulting, saß im Panel der Diskutanten.

In diesem Interview bezieht er pointiert Position zum Stand des Wissensmanagements und sieht große Fragen auf uns zu rollen.