What’s next? Was Unternehmen von Start-ups lernen können

What's next? (Quelle: unsplash)

Die Callcenterbranche brütet. Nachdem die große Welle des Social-Media-Hypes ausgeblieben ist, stellt sich den Verantwortlichen mehr denn je die Frage nach dem nächsten Schritt.

Warum? Für mehr Qualität oder doch verbesserte Effizienz?
Für wen? Was macht oder will eigentlich mein Kunde, wer ist mein Kunde überhaupt?
Wie? Sollte ich Snapchat für die jüngsten unter meinen Kunden einführen, oder doch lieber die bestehenden Kommunikationskanäle optimieren?

Es wird mit tränenden Augen ins Portemonnaie aus Zwiebel-Leder geschaut und verzweifelt nach einem Businesscase gesucht. Dabei gibt es eine Entscheidungslogik, die erfahrene Entrepreneure bereits erfolgreich einsetzen: Effectuation.

Anstatt von Zielen wird von den verfügbaren Mitteln ausgegangen. Der leistbare Verlust bestimmt die Entscheidung und nicht ein vermuteter Ertrag (=Kristallkugel).

Erfolgreiche Start-ups gehen anders mit Ungewissheit um. Und das müssen sie auch.

Zweckentfremdung als Mutter der Innovation (Komplexität, Teil 2)

Shaft of Indian Peacock tail feather

Stellen Sie sich vor, es ist 1939 und ein Grundlagenforscher in Ihrem Unternehmen steht vor einem Radargerät. Während dieses läuft, schmilzt ihm der Schokoladenriegel in der Tasche. Würden Sie merken, dass Sie den technologischen Kern von Mikrowellen-Öfen gefunden haben? Und könnten Sie finanziell davon profitieren? Stellen Sie sich vor es ist 1974, und einer Ihrer Mitarbeiter ärgert sich darüber, dass ihm ständig die Lesezeichen aus seinen privaten Gesangs-Notenbüchern fallen. Er nutzt daher das sechs Jahre alte, bisher durch und durch erfolglose Superkleber-Experiment eines Kollegen, um diese anzuheften. Würden Sie merken, dass jemand gerade in Ihrem Unternehmen die Urform von Post-Its erfunden hat?