IBM Watson Health Cloud und das Rumpelstilzchen-Problem

Rumpelstiltskin-Crane1886.jpg

Ein Kommentar von Gastautor Konrad Buck.

Es war einmal eine schöne, runde Presseinfo. Die spazierte in die Redaktionsstuben dieser Republik und klang sehr plausibel und professionell. Sie erzählte davon, dass in Zukunft die Qualität und Effektivität personalisierter Medizin und allgemeiner Gesundheitsvorsorge nachhaltig verbessert werde. Technologische Basis dafür sei die neue IBM Watson Health Cloud als offene und sichere Plattform für den Austausch zwischen Medizinern, Versicherern und weiteren Akteuren des Gesundheitssektors.

Und nicht nur das.

IBM, die große Firma hinter der wirkmächtigen Watson Health Cloud, intensiviere zusätzlich seine Partnerschaften mit Apple, Johnson & Johnson und Medtronic als wichtigen Anbietern gesundheitsrelevanter Dienstleistungen und Apps. Damit nicht genug, verbreitere IBM mit der Übernahme von Explorys und Phytel auch noch seine analytische Expertise im Gesundheitssektor.

Da waren die meisten Journalisten in den Redaktionsstuben aber mächtig überrascht! Sie ahnten zwar, was ihnen die schöne Presseinfo mit all ihren wunderbaren Weissagungen klarmachen wollte. Aber sie hatten entweder keine Zeit, sich über das Ausmaß der Auswirkungen solcher gebündelter Technologien eine Vorstellung zu machen, um dann darauf aufbauend einen mutigen Bericht oder Kommentar zu verfassen. Oder sie hatten einfach keinen blassen Schimmer, mit welcher Bombe sie es in Form der schönen, runden, harmlos und informativ daher kommenden Presseinfo zu tun hatten.