Einfach mal drüber reden: Von Teddybären und Wissenswerkzeugen

Vom Teddy Ruxpin zum Cognitive Dino der WissensarbeitEin Beitrag von Stefan Holtel, Lead Cogniteer bei brightONE Consulting

Er ist rosa, grün oder himmelblau. Er versteht Kinder, wenn sie mit ihm sprechen. Er parliert in ganzen Sätzen und erinnert sich an Gespräche. Dino ist ein kleiner Plastikdinosaurier, der spricht. Aber die eigentliche Finesse ist: IBM Watson füttert ihn mit Intelligenz. Damit ist er der Inbegriff des intelligenten Tutors.

So ein Tutor wurde seit Dekaden angekündigt. Nun ist er Realität. Wie funktioniert er? Was leistet er? Und noch wichtiger: Wie verändert sich Wissensarbeit, wenn kognitive Assistenten mit solchen Eigenschaften auf Erwachsene treffen?

Warum FinTech-Geschäftsmodelle von Cognitive Computing profitieren

Stefan Holtel, Querdenker bei brightONE Consulting

Ein Interview mit Stefan Holtel, Querdenker bei brightONE Consulting.

Kai Nörtemann: Alle Branchen ächzen unter dem Kostendruck im Kundenservice. Nun mischen FinTechs den Finanzmarkt auf. Woher entspringt ihr Potenzial?

Die FinTechs streifen nicht ziellos durch den Finanzmarkt-Dschungel. Sie erschnüffeln die Honigtöpfe. Die stapeln sich zwar heute bereits im Portfolio jeder Bank oder Sparkasse … aber sie werden nicht abgeschöpft. Nicht von den Kunden und nicht von den Banken.

Algo-Trading macht das jetzt zu vertretbaren Kosten möglich. Und Robo-Advisor geben dem Phänomen einen Namen. Im Kern steckt in Algo-Trading das Versprechen individueller Kundenberatung … auch wenn der Kunde weniger als 1 Mio. Euro anlegen will (und sich nur dann als High-Net-Worth-Individual bezeichnen darf).

Chef Watson™ auf der CCW 2016: Rain Man im kognitiven Kochstudio

 

Watson_grafik_rgbVielleicht erinnern Sie sich noch an Dustin Hoffmans Paraderolle in dem Film „Rain Man“, für den er 1989 einen Oscar erhielt. Er spielte den Raymond, Prototyp eines sogenannten „Savants“ oder Inselbegabten. Dieser hatte ein fotografisches Gedächtnis und konnte so unglaublich schnell bestimmte Informationen abrufen, z. B. um beim Kartenzählen im Casino einen Vorteil zu erhalten. Er stellte aber auch seine Bezugspersonen vor große Herausforderungen. Was das mit Cognitive Computing zu tun hat?

Cognitive Computing: Fehler im System oder im Menschen?

U.S. Army Photo of en:EDVAC as installed in en:BRL building 328. (modifiziert)

Cognitive Computing tritt als neue Technologie auf den Plan und verspricht uns schlauer und effektiver zu machen. Google Now, Apple Siri oder Microsoft Cortana sind bereits beim Konsumenten angekommen. Neu ist, dass Unternehmen selber mit den Schnittstellen, die z. B. IBM Watson, Google und Microsoft Azure ML anbieten, nach den Sternen greifen können. Schlaue Assistenten versprechen u. a. bessere Antworten auf unsere Fragen zu haben – manchmal sogar auf welche, die wir uns noch gar nicht gestellt haben.

Der Mensch erweitert seine Möglichkeiten mit einem neuen Werkzeug. Die Fähigkeit des Menschen, abstrakte Werkzeuge herstellen zu können, wurde lange als Alleinstellungsmerkmal angesehen. Inzwischen ist sie bei einer Vielzahl anderer Lebewesen nachgewiesen worden. Kognitiv unterstützende Werkzeuge haben eine neue, alltägliche und selbstverständliche Qualität, die unter Philosophen unter dem Begriff Extended Mind beleuchtet wird, d. h. inwiefern diese ein unbewusster Teil von uns werden. Diese Werkzeuge sind in der Lage, unser Menschenbild zu verändern und werfen Fragen auf:

Wer ist in dem System Mensch-Maschine für eine Fehlfunktion verantwortlich? Damit meine ich nicht nur den sprichwörtlichen, plötzlichen GAU sondern auch kleinste Tendenzen, die große Wirkungen haben können.

Sind wir Menschen darauf vorbereitet? Was bedeutet das für den Einsatz dieser Technologien durch Unternehmen und Institutionen?

What’s next Customer Experience? Das war unser Kundentag 2015

csm_Kundentag_2015_welcomeWir haben es wieder geschafft! Auch dieses Jahr gab es für unsere Kunden und die, die es noch werden wollen, spannende Vorträge, praktische Vorführungen, interaktive Workshops und jede Menge Möglichkeiten für persönliche Gespräche.

Sie waren nicht dabei? Dann haben Sie was verpasst.

Genesys G-Summit 2015: Die Customer Journey führt nach Berlin

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Customer Journey im Mittelpunkt: G-Summit 2015

Customer-Journey und Omnichannel sind die Buzzwords im Kundenservice 2015. Doch was verbirgt sich dahinter? Und mit welchen Technologien können innovative Lösungen umgesetzt werden? Antworten darauf gab es auf der Konferenz „G-Summit“ von Genesys in Berlin.

IBM Watson Health Cloud und das Rumpelstilzchen-Problem

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Ein Kommentar von Gastautor Konrad Buck.

Es war einmal eine schöne, runde Presseinfo. Die spazierte in die Redaktionsstuben dieser Republik und klang sehr plausibel und professionell. Sie erzählte davon, dass in Zukunft die Qualität und Effektivität personalisierter Medizin und allgemeiner Gesundheitsvorsorge nachhaltig verbessert werde. Technologische Basis dafür sei die neue IBM Watson Health Cloud als offene und sichere Plattform für den Austausch zwischen Medizinern, Versicherern und weiteren Akteuren des Gesundheitssektors.

Und nicht nur das.

IBM, die große Firma hinter der wirkmächtigen Watson Health Cloud, intensiviere zusätzlich seine Partnerschaften mit Apple, Johnson & Johnson und Medtronic als wichtigen Anbietern gesundheitsrelevanter Dienstleistungen und Apps. Damit nicht genug, verbreitere IBM mit der Übernahme von Explorys und Phytel auch noch seine analytische Expertise im Gesundheitssektor.

Da waren die meisten Journalisten in den Redaktionsstuben aber mächtig überrascht! Sie ahnten zwar, was ihnen die schöne Presseinfo mit all ihren wunderbaren Weissagungen klarmachen wollte. Aber sie hatten entweder keine Zeit, sich über das Ausmaß der Auswirkungen solcher gebündelter Technologien eine Vorstellung zu machen, um dann darauf aufbauend einen mutigen Bericht oder Kommentar zu verfassen. Oder sie hatten einfach keinen blassen Schimmer, mit welcher Bombe sie es in Form der schönen, runden, harmlos und informativ daher kommenden Presseinfo zu tun hatten.

Rechner zum Reden bringen – Plädoyer für ein neues Verhältnis zwischen Wissensarbeiter und kognitiven Computern

Ein System/360 zur elektronischen Datenverarbeitung im VW-Werk Wolfsburg (1973)

Stefan Holtel ist bei brightONE der Querdenker für Wissensarbeit, zertifizierter Trainer für LEGO Serious Play, ausgebildeter Theaterpädagoge und Improvisationsschauspieler. Derzeit bewertet er die Konsequenzen von Cognitive Computing für die Wissensarbeit in Contactcentern. Früher wurde er belächelt. Heute gilt er als Vordenker für alle Facetten der Wissensarbeit. Dabei stellte er nur eine einfache Frage: Wie wollen wir eigentlich mit Maschinen leben, die besser denken können als wir?

Interview: Kai Nörtemann

Kampf der Talente: Wie Unternehmen und manche Mitarbeiter die digitale Transformation überstehen

Put em up (Dave Meier, picography, bearbeitet)

Roboter und kognitive Systeme werden in naher Zukunft beginnen, massiv Jobs zu vernichten. Das ist das Naturgesetz des effizienzgetriebenen Kapitalismus. Diese digitale Transformation werden nur Talente überstehen. Welche Talente? Und was sollten Unternehmen und deren Mitarbeiter bereits heute tun, um zu diesen zukünftig gefragten Talenten zu gehören?