Was unterscheidet Social Networks von Communities?

Die Geschichte sozialer Technologien im Unternehmenseinsatz ist eine Geschichte voller Missverständnisse. „Enterprise 2.0“ und „Social Collaboration“ sind als Buzzwords im Mainstream angekommen, aber oft bleiben grundlegende Mechaniken unklar. Und wer versucht, voll ausgeprägte Consumer-Angebote wie Facebook als Vorbild für seine interne Kommunikation zu nutzen, ist häufig hinterher verwirrter als vorher. Denn diese bieten oft einen bunten Strauß miteinander verwobener Interaktionsformen.

Daher möchte ich in dieser Artikel-Serie mit einigen Missverständnissen aufräumen. Hier sollen nun die Begriffe Social Network und Communities einander gegenüber gestellt werden.

Soziale Angebote dienen im Unternehmen verschiedenen Zwecken, zum Beispiel diesen beiden:

1. Kontakt zu Kollegen aufnehmen, die man nur „um eine Ecke“ kennt.

Beispiel: Ein Projektmanager möchte für ein sensibles Projekt jemanden einsetzen, der sich in einem speziellen technischen Bereich besonders gut auskennt. Er spricht seinen präferierten Kollegen an, weil er ihn schon aus vergangenen Projekten kennt. Dieser hat jedoch schon andere Verpflichtungen. Im Profil dieses Kollegen sieht der Projektmanager daraufhin, dass dieser einem neuen Mitarbeiter folgt und ihn schon für seine Leistung gelobt hat – eine neue Option tut sich auf. Solche auf Personen und ihre Verbindungen fokussierten Anforderungen lassen sich in der Regel gut mit einem sozialen Netzwerk umsetzen.

2. Mit einer Gruppe thematisch Gleichgesinnter in Kontakt treten und bleiben.

Beispiel: Ein F&E-Ingenieur in einem geografisch verteilten Unternehmen möchte schnell Feedback zu einer detaillierten technischen Idee erhalten. Daher möchte er schnell möglichst viele seiner F&E-nahen Kollegen in allen Niederlassungen erreichen. Dabei steht das Thema im Vordergrund, nicht die einzelne Person, die antwortet. In diesem Fall eignen sich Themen-Communities in der Regel sehr gut.

Social Networks vs. Communities

In meiner Erfahrung fragen viele Unternehmen nach sozialen Netzwerken à la Xing und Linkedin, würden aber viel mehr von offenen, Themen-getriebenen Communities profitieren. Daher steht am Anfang unserer Projekte auch immer eine detaillierte Phase der Auftragsklärung und des nutzerzentrierten Requirements-Engineering.

Wenn Sie mehr über diese und andere soziale Techniken in internen Business-Netzwerken erfahren möchten, schreiben Sie einen Kommentar oder eine Email direkt an mich.

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