Beitrag des digitalen Arbeitsplatzes zur Unternehmensgüte

Was können richtig eingesetzte digitale Werkzeuge zum Erfolg eines Unternehmens beitragen? Was ist denn unternehmerischer Erfolg genau? Was genau macht die „Güte“ einer Firma aus? Wann sagen wir eigentlich „Die XYZ GmbH ist ein spannendes Unternehmen“?

Erstens: wenn es qualitativ hochwertige Produkte oder Services bietet

Wir wollen dieses Kriterium kurz „Qualität“ nennen. Es spiegelt die Sicht des Kunden wieder. Der Lieferservice von Amazon genießt einen guten Ruf: bisher ist noch ziemlich jedes bestellte Produkt reibungslos und ohne Mängel beim Käufern angekommen. Die Fahrzeuge von BMW oder Mercedes sind in aller Welt beliebt, denn sie genügen höchsten technischen Ansprüchen. Beim Fliegen mit Lufthansa fühlt man sich gut aufgehoben: Zeichen für einen mehr als zufriedenstellenden Service. Dass Qualität mehr heißen kann, als bloße Funktionalität, beweisen zum Beispiel Apple oder Puma: das „coole“ Design der Produkte knüpft an ihren Besitz auch einen gewissen Statusgewinn…

Zweitens: wenn das Unternehmen als Arbeitgeber beliebt ist.

Dieses Kriterium, spiegelt in den Augen der Mitarbeiter (oder Bewerber!) die Attraktivität des Unternehmens wieder. Macht die Arbeit dort Spaß, wie ist das Arbeitsklima? Für welche Philosophie steht das Unternehmen? Werde ich als Angestellter in meiner Arbeit unterstützt und ernstgenommen? Habe ich Spielraum zum Einbringen eigener Ideen? Werden meine Beiträge zum Unternehmenserfolg gewürdigt und wertgeschätzt? Habe ich genügend Entwicklungs­möglichkeiten? Wie sieht mein Arbeitsplatz aus, sowohl physisch als auch hinsichtlich der benötigten Hilfsmittel, die mir zu Verfügung stehen? Welche Art von Hierarchie wird dort gelebt? Und so weiter.

Beispiele extrem attraktiver Arbeitgeber wären z.B. Google oder die Max-Planck-Gesellschaft, die immer noch deutlich mehr Bewerber haben als zu vergebende Stellen. McKinsey kann sich extrem niedrige Erfolgsquoten leisten bei ihren Aufnahmeverfahren.

Drittens, die Sicht der Stakeholder: Erfolg ist, wenn vernünftig gewirtschaftet wird und das Unternehmen Zukunftspotenzial hat.

Hier wird gefragt: sind die Prozesse effizient und effektiv? Wie steht es mit der Innovationskraft, in welchem Maß ist die Zukunft offen genug in den Blick genommen? Wird das im doppelten Wortsinn „Vermögen“ des Unternehmens vernünftig eingesetzt? Für börsennotierte Firmen fließt dieser Mix von Einschätzungen – wir wollen ihn unter dem Begriff „Exzellenz“ zusammenfassen – in die Gesamtbewertung des Unternehmens ein. Apple wird hoch gehandelt aufgrund des vermuteten großen Zukunftspotenzials. IBM steht für sehr effiziente und effektive Prozesse. BMW steht im Ruf, seine Kompetenz in Sachen Automobil sinnvoll und zukunftsträchtig einzusetzen.

Präzisierung der Frage:

Nun zu der eingangs erwähnten einen Frage: Was kann ein moderner digitaler Arbeitsplatz hier leisten? Oder anders formuliert:

Inwiefern kann richtiges Service-Design am Wissensarbeitsplatz die Produkt- oder Service-Qualität eines Unternehmens vergrößern, seine Exzellenz erhöhen und seine Attraktivität als Arbeitgeber steigern?

Exzellenz.

Effektiveres Wissensmanagement mit intelligenten Suchsystemen oder -maschinen muss nicht erklärt werden. Indem Wissen quasi automatisch dokumentiert und danach leicht verfügbar gemacht wird, gewinnt das Unternehmen Zeit für seine Kernaufgaben.
Administrative Tätigkeiten werden dann mit weniger Fehlern und rechtzeitig erledigt, wenn das Service-Design sich hierfür nicht an den technischen Möglichkeiten orientiert, sondern an den Bedürfnissen und Erwartungen der Mitarbeiter. Von Web2.0 und Social Media sind wir inzwischen andere Standards gewöhnt hinsichtlich Bedienbarkeit, Intuitivität, Komplexität, Einarbeitungsaufwand, etc.

Kommunikation kann heute wesentlich effektiver gestaltet werden, Email und Telefon sind längst nicht mehr alles. Bei klugem Einsatz und einer vor allem nutzerfreundlichen Bereitstellung von Unified Communication wird nicht nur Kommunikation leichter. Das in der Konversation ausgetauschte Wissen kann leichter dokumentiert und verfügbar gemacht werden.

Zuletzt kann bei der Zusammenarbeit enorm gespart werden und zielgerichteter gearbeitet werden. Virtuelle Arbeits- oder Themenräume, mobile Telekommunikationstools, Profile und Netzwerke: dies sind nur ein paar  Beispiele dafür, wie digitale Werkzeuge zu einer erhöhten Effektivität und Effzienz führen können. Innovativität erkennt man am Umgang eines Unternehmens mit seinen Ideengebern und an der Transparenz des Ideenfindungsprozesses. Social-Media lebt gegenseitige Inspiration bereits vor: sichtbar für alle Interessierten, ermutigend durch Ratings, viral in der Wirkung.

Ein moderner digitaler Arbeitsplatz nutzt all diese Mechanismen: zur Steigerung der Unternehmens-Exzellenz.

Qualität.

Zugegeben, die spezielle Kompetenz eines Unternehmens (sprich: die seiner Mitarbeiter) kann auch ein noch so gut gestalteter digitaler Arbeitsplatz nicht herbeizaubern. Aber wie entsteht Kompetenz? Und wie bewahrt man sie? Kompetenz ist Wissen gepaart mit der Fähigkeit zur Umsetzung. Letztere braucht immer mehrere Menschen. Wir reden hier nicht über One-Man-Shows, wir reden über die Zusammenarbeit Vieler. Kompetenz in einem Unternehmen ist selten etwas von Einzelnen Vollbrachtes. Damit ein gutes Produkt, ein ausgezeichneter Service entsteht, müssen Teams reibungslos zusammenarbeiten, müssen die Einzelkompetenzen zusammengebracht werden zu einer fruchtbaren Ergänzung. Und das bedeutet Austausch, oder: Kommunikation? Wissen muss leicht von einem zum anderen gelangen, es muss leicht auffindbar sein. Und es darf nicht erst in umständlichen Prozessen aus den Köpfen geholt werden, um für Nachfolger, Teammitglieder, Strategen nachvollziehbar zu sein.

Das heißt: die Kompetenz eines Unternehmens, aus der die Qualität ihrer Produkte oder Services wird, basiert wesentlich auf der Leichtigkeit, mit der Wissen ausgetauscht, bewahrt und gefunden wird.

Ein Wort zur Nachhaltigkeit des Wissens: Was nützt das beste Können, wenn es dem Unternehmen mit dem Ausscheiden des Könners abhanden kommt? Wissen bewahren, als DNA begreifen, die in ständigem Austausch mit den Projektteams und Experten erneuert und angereichert wird: das sind Schlüssel zu hoher Kompetenz, und damit zu einer Maximierung des Potenzials für hohe Produkt- bzw Service-Qualität.

Attraktivität.

Nicht erst für die Generation Y, die im Privaten längst ein interaktives, partizipierendes Web2.0-  und Social-Media-Dasein lebt, ist die folgende Frage von essenzieller Bedeutung: gibt mir meine Arbeitsumgebung die Freiheit und Beweglichkeit, die mein Denken braucht? Und die es gewohnt ist? Social-Media- und Web2.0-Nutzung wird ja zunehmend zu einer grundlegenden Kulturtechnik, vergleichbar der Fähigkeit zu schreiben oder zu rechnen. Unternehmen, die noch in alten Kommunikations- und Kollaborations­mustern verhaftet sind, schneiden bei einer Bewertung nicht besonders gut ab:

  • „Kann ich mich schnell und leicht mit meinen Kollegen vernetzen?
  • Was gibt es noch an Kommunikationsmedien außer Email und Telefon?
  • Ich möchte meinen Kollegen aus Übersee unkompliziert und schnell kontaktieren.
  • Welche Plattform nutze ich für den Austausch übergreifender Fragestellungen?“ oder
  • „Wie kann ich mich einfach und unkompliziert mit eigenen Ideen einbringen?“

sind die Fragen dieser Menschen. Das Verbreiten von Informationen insbesondere in verteilten Teams geht am Einfachsten mit Werkzeugen, die in Social-Media-Land bereits erfolgreich getestet wurden. Kommunikation in Echtzeit und von wo aus ich will: auch das sind Dinge, die ein moderner digitaler Arbeitsplatz heute bieten muss.

Service Design im besten Sinne, das heißt in erster Linie für Menschen gemacht, an ihren Bedürfnissen und ihren Arbeitsweisen orientiert: sozial und intuitiv, schnell und unkompliziert.

Zusammenfassung

„Was können richtig eingesetzte digitale Werkzeuge zum Erfolg eines Unternehmens beitragen?“

Die Antwort also in Kürze: Sorgen Sie für einen flüssigerer Wissensaustausch, und zwar durch ein Digitales Service Design, das sich am Menschen orientiert. Dann erhöhen Sie die Produktivität, Attraktivität und Wirtschaftlichkeit. Was will man mehr…

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