Sven Körber

About Sven Körber

Sven Körber hat bei brightONE als Senior Business Consultant gearbeitet und das Unternehmen inzwischen verlassen.

Personas im Service-Design – Vom Plakat zur Performance (Teil 1)

Illustration dreier Personas / brightONEWas sind eigentlich Personas, und wie erweckt man sie zum Leben?

Dieser Artikel bildet den Startpunkt einer Reihe über Personas, einer mächtigen Methode aus dem Interaktions- und dem Service-Design. brightONE nutzt Personas schon seit ein paar Jahren und hat noch einiges mehr damit vor. Ich gebe in diesem Artikel einen Einstieg zum Was und Warum, bevor wir den nächsten Schritt machen – hin zu „Living Personas“.

Kann man Service-Erlebnisse designen?

Der Dirigent des Service-Design-OrchestersImmer, wenn ich den Begriff „Experience Design” in Unternehmenspräsentationen lese, nagt etwas an mir. Vielleicht ist es zynisch, aber ich unterstelle, dass die Haltung, aus der heraus er verwendet wird, viel mehr mit der Unternehmens-Innensicht zu tun hat als mit dem Erleben der Kunden. Der Begriff spiegelt ein wohliges Gefühl der Endnutzer-Nähe, egal wie siloartig und eisig sich das resultierende Serviceerlebnis auch darstellt. Im Folgenden möchte ich zeigen, wie man mit einem ernst gemeinten Perspektivwechsel vorankommt.

Dieser Artikel erschien zuerst am 29.7.2014 im i-Service-Blog.

Wie Lego Serious Play hilft, komplexe Situationen anzugehen

LSP_complex_sk Als zwei Kollegen und ich vor ein paar Jahren als Lego Serious Play (LSP)-Moderatoren zertifiziert wurden, stand vor allem das Praktische im Vordergrund: Wie setzt man einen solchen Workshop für bestimmte Interessenslagen auf? Was hat sich bewährt, wie man ihn durchführen sollte? Wie stiftet man eine nützliche Dynamik in der Gruppe? Wie fühlt sich LSP als Teilnehmer an? Dabei war von Anfang an spürbar, dass sich LSP fundierter Lerntheorien und plausibler neurowissenschaftlicher  Prinzipien bedient (Infos zu LSP hier und hier). Zusätzlich hatte ich vor kurzem die Gelegenheit, tiefer in die Praxis komplex-adaptiver Systeme einzusteigen (Überblicksartikel zum Cynefin-Framework hier, zu Innovation und Komplexität hier, zur Expertenrolle hier). Fünf Aspekte, wie LSP zu komplexen Bereichen passt, zeige ich in diesem Artikel.

Von falschen Experten in verwirrten Domänen (Komplexität, Teil 3)

Vielleicht haben Sie das Comedy-Video „The Expert“ gesehen, das einen Berater in einem Briefing mit seinen Auftraggebern zeigt. Wenn nicht, gönnen Sie sich diese sieben Minuten. Ein Consultant sieht sich darin ungenauen, absurden und unfreiwillig-komischen Anforderungen gegenüber. Er versucht, das Fragezeichen aus seinem Gesicht zu bekommen. Immer wieder fordern Kollegen und Auftraggeber von ihm „als Experten“, sein Standard-Rezept aus der Tasche zu ziehen. Letztlich kapituliert er und gibt nach – egal wie unklar oder widersprüchlich die Erwartungen auch sein mögen.

Sketch-Inhalte auf die Goldwaage zu legen ist ein wenig wie Witze erklären. Aber ich möchte genau das tun, um wichtige Kern-Punkte des Cynefin-Frameworks zu erläutern (weitere Artikel dazu hier und hier), das in komplexen Umgebungen weiterhilft.

Zweckentfremdung als Mutter der Innovation (Komplexität, Teil 2)

Shaft of Indian Peacock tail feather

Stellen Sie sich vor, es ist 1939 und ein Grundlagenforscher in Ihrem Unternehmen steht vor einem Radargerät. Während dieses läuft, schmilzt ihm der Schokoladenriegel in der Tasche. Würden Sie merken, dass Sie den technologischen Kern von Mikrowellen-Öfen gefunden haben? Und könnten Sie finanziell davon profitieren? Stellen Sie sich vor es ist 1974, und einer Ihrer Mitarbeiter ärgert sich darüber, dass ihm ständig die Lesezeichen aus seinen privaten Gesangs-Notenbüchern fallen. Er nutzt daher das sechs Jahre alte, bisher durch und durch erfolglose Superkleber-Experiment eines Kollegen, um diese anzuheften. Würden Sie merken, dass jemand gerade in Ihrem Unternehmen die Urform von Post-Its erfunden hat?

Strategien für eine komplexe Welt: Cynefin (Teil 1)

Bienen-Ragwurz als Beispiel für Ko-Evolution / Flickr CC, Björn S...

Bienen-Ragwurz als Beispiel für Ko-Evolution / Flickr CC, Björn S…

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, einen viertägigen Workshop mit Dave Snowden (@snowded) und Michael Chaveldave von Cognitive Edge in Kopenhagen zu besuchen. Der Titel: „Cynefin and Sensemaking“. Der Workshop war sehr dicht und nachhaltig erhellend. Er hat mir einen neuen Bezugsrahmen aufgezeigt, unter dem sich Unternehmensstrategie, Unternehmensführungführung, Projektmanagement und Wissensmanagement denken lassen. An diesem Erkenntnisgewinn möchte ich Sie in dieser Artikelreihe teilhaben lassen.

Gehen Sie intern auf Sendung – mit eigenen Video-Screencasts

US_Navy_040409-N-2788L-001_Journalist_3rd_Class_Shane_Tuck_from_Tallahassee,_Fla.,_adjusts_microphone_volume_during_a_live_broadcast_of_Captain's_Call

Videoproduktion: keine Wissenschaft mehr (Foto: Public Domain / Wikimedia)

Die Binsenweisheit zu Beginn: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Wie viele Worte ersetzt dann erst ein gut gemachtes Video? In diesem Blogbeitrag zeige ich eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man mit einfachen Mitteln in seinem Unternehmen auf Sendung geht.

Vier Tipps für kreativere Ergebnisse in Lego-Serious-Play-Workshops

Lego Serious Play-Metapher für den Status Quo eines Business-Intelligence-System

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, eine Gruppe von zehn IT-Experten dabei zu unterstützen, gemeinsam Modelle zukünftiger Unternehmens-IT-Lösungen auszuloten. Die Methode der Wahl war ein dreistündiger Lego Serious Play (im Folgenden LSP)-Workshop. Zu den Grundlagen von LSP siehe meinen früheren Artikel. Hier möchte ich vor allem auf die Dynamik dieses Workshops eingehen, und anderen Moderatoren schildern, was ich daraus gelernt habe.

9 Praxistipps für erfolgreiche Kreativ-Workshops

Foto © Sven Körber 2013

Im Zeitalter der Ko-Kreation, also der verstärkten direkten Zusammenarbeit mit Auftraggebern aus Fachbereichen und Kunden-IT sowie Endkunden, treffen unsere Berater auf Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Denk- und Kommunikations-Stilen. Es ist also essenziell, diese zu erkennen und alle Teilnehmer mit Hilfe geeigneter Methoden zu befähigen.

Im Folgenden stelle ich drei Beobachtungen aus der Gruppen-Moderations-Praxis vor, zusammen mit Tipps und Lösungs-Ansätzen. Dieser Artikel ist vor allem für diejenigen interessant, die selbst aktiv Meetings und Workshops strukturieren oder moderieren.

Hundefutter, Eiscreme oder Champagner?

Credit: Flickr-Nutzer Theilr, Creative Commons Lizenz

Bild von Flickr-Nutzer Theilr (Creative-Commons-Lizenz)

Der ungewollt unappetitliche Begriff eating one’s own dogfood / dogfooding wird Microsoft zugeschrieben – drinking one’s own champagne oder icecreaming haben sich dagegen nicht so recht  durchgesetzt. All diese Begriffe bezeichnen den Umstand, dass ein Unternehmen Software, die es herstellt oder integriert, auch intern einsetzt. Das hat dann den Nebeneffekt, dass alle Beteiligten ein gesundes Eigeninteresse besitzen, eine tragfähige Lösung zu bieten. So ist es auch bei uns.