Georg Einfalt

About Georg Einfalt

Georg Einfalt hat über 30 Jahre Berufserfahrung in der Produkt- und Lösungsentwicklung sowie der Beratung von Kunden und leitet bei brightONE die Unit "Validation Services & Tools".

Ein nachhaltiger World Usability Day 2016

World Usability Day 2016Auch heuer war der zweite Donnerstag im November wieder zum „World Usability Day“ ausgerufen mit rund 140 Events in 40 Ländern, davon etwa 20 Veranstaltungen in Deutschland. Wie bereits im Vorjahr fand der Münchner Event im „Werk 1“ in der Kultfabrik am Ostbahnhof statt. Rund 150 Usability-Designer und Tester nahmen an der vom „German UPA“ organisierten Veranstaltung teil, die in diesem Jahr unter dem weltweiten Motto „Sustainable UX“ stand.

Zur Steigerung der Produktivität im Test

Wie_mehr_TestproduktivitätJoachim Raabe-Heitmann ist Senior Process Consultant bei brightONE und berät Kunden, wie sie ihre Produktivität im Test steigern können. Zu seinen Aufgaben gehören auch die Durchführung von Testprozess-Assessments im Auftrag von Kunden und die Erarbeitung maßgeschneiderter Verbesserungsprogramme.

Im nachfolgenden Interview gibt Joachim einen Einblick in seine Vorgehensweise.

World Usability Day 2015 in der Kultfabrik

World Usability Day in der Kultfabrik MünchenJährlich am zweiten Donnerstag im November wird der „World Usability Day“ begangen, heuer am 12.11. Das Hauptthema in diesem Jahr, das sich mehr oder weniger durch alle Events zog, lautete „Innovation“. Auf http://www.worldusabilityday.org finden sich Links zu 91 Events in 31 Ländern.

brightONE sponserte in diesem Jahr den Event in München, der von der German UPA e.V., einem Zusammenschluss von Usability-Experten organisiert wurde. Veranstaltungsort war das Werk 1 der Kultfabrik auf dem früheren Pfanni-Gelände am Münchner Ostbahnhof. Das nebenstehende Bild zeigt die Weltkugel am Eingang. Die Location ist bei Nachtschwärmern als Konzert-, Party- und Eventarena bekannt, eignet sich aber durch das Flair einer alten Fabrik auch sehr gut für solche Veranstaltungen mit Workshopcharakter.

Von Obst und Äpfeln, Qualitätssicherung und Testen

ObstBegeben wir uns in den Bereich der Mengenlehre. Hier ein praktisches Beispiel: Die Menge der Äpfel ist eine echte Teilmenge von Obst, mathematisch ausgedrückt: Äpfel ⊂ Obst. Echte Teilmenge deshalb, weil es neben Äpfeln auch Birnen, Trauben, Bananen und viele andere leckere Obstsorten gibt. Bildet man die Vereinigungsmenge Äpfel ∪ Obst, so ergibt dies wiederum Obst, da jeder Apfel bereits ein Element der Menge Obst ist.

Nun nehmen wir an, Sie schicken (falls vorhanden) Ihr Kind mit einem Einkaufszettel zum Obsthändler um die Ecke. Steht auf dem Einkaufszettel „1 Apfel, 1 Birne“, dann wissen Sie ziemlich genau, womit Ihr Kind nach Hause kommt. Aus Sicht der Mengenlehre sind Äpfel und Birnen klar disjunkte Mengen. Steht hingegen auf dem Einkaufzettel „1 Obst, 1 Apfel“, dann wird der Obsthändler ins Grübeln kommen, was er Ihrem Nachwuchs einpacken soll.

Mit dieser Vorrede jetzt zur Nomenklatur im Bereich der Qualitätssicherung…

Die „Testing Night“ zum Image des Testens

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Die Testing-Night im Münchner Hauptbahnhof

Die Organisatoren der „Testing Night“ in München haben offensichtlich ein Faible für ausgefallene Veranstaltungsorte. Frühere Ausgaben des Events fanden auch schon in einem Theater statt, in dem ansonsten Travestieshows zur Aufführung kommen. Die aktuelle Ausgabe der „Testing Night“ vom 23. April 2015 ging inmitten des Münchner Hauptbahnhofs über die Bühne. Dabei waren aufgrund des Lokführerstreiks Halle und Bahnsteige weitgehend entvölkert.

Außergewöhnlich war auch das Thema dieser „Testing Night“. Es ging nicht um Technik- oder Fachfragen aus dem Bereich des Testens. Die Überschrift der Veranstaltung lautete vielmehr: „Image des Testens – Quo Vadis?“ Die Wahl dieses Themas lässt vermuten, dass das „Image des Testen“ Anlass zur Sorge geben könnte. Die beiden Hauptvorträge sprachen jedoch eine andere Sprache.

Wider die Zertiflation

Graduation diploma scrollZertiflation ist ein (noch) nicht im Duden enthaltenes Kunstwort, das sich aus den Bestandteilen „Zertifikat“ und „Inflation“ zusammensetzt. Damit gemeint ist die stark zunehmende Zahl von Zertifikaten, die sich in der IT- und Software-Branche erwerben läßt. Vorne dabei ist der Bereich des Testings: Bis Jahresende 2014 wurden vom ISTQB über 383.000 Zertifikate in mehr als 100 Ländern an Tester ausgegeben. Und die Zahl der verschiedenen Zertifikate, die sich erwerben lässt, steigt stetig.

Kürzlich nahm ich an einer Veranstaltung zum Thema „Testdatenmanagement“ teil. Ein guter Vortrag zu einem brennenden Thema. Als Randnotiz merkte der Referent an, dass eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen wird, die sich jetzt auch über ein Curriculum und künftige Zertifizierungen für Testdatenexperten Gedanken macht. Dieser Hinweis hat mir zu denken gegeben.

Sind in den letzten Jahren unter dem Dach von IREB und ISTQB nicht schon ausreichend Testing-Zertifizierungen entstanden? Welche Aussagekraft haben diese Zertifizierungen?

Wer ist zuständig für den Smoketest?

SmoketestEin guter Geruchssinn ist bisweilen in der Hardwareentwicklung ganz nützlich. Spannend ist der Zeitpunkt, an dem an eine neu entwickelte Platine zum ersten Mal die Betriebsspannung angelegt wird. Ich hatte es während meiner Zeit in der Hardwareentwicklung (inzwischen rund 30 Jahre her) mehrfach erlebt, welch vernichtende Wirkung eine vermeintlich niedrige Versorgungsspannung von 5 V auf eine neue Platine mit Layoutfehlern hat: Bauteile erhitzen sich und rauchen binnen weniger Sekunden mit Rauchentwicklung und beißendem Gestank ab. Daher kommt Begriff Smoketest als Synonym für die Erstinbetriebnahme einer neu entwickelten Hardware.

Im Bereich der Softwareentwicklung gibt es auch den Begriff des Smoketests, wenngleich die Gefahr einer Rauchentwicklung dort eher nicht besteht….

Modellbasiertes Testen – kein Hokuspokus!

Es besteht weitgehender Konsens, dass Zauberer wie David Copperfield oder Hans Klok nicht wirklich zaubern können. Wenn sie auf der Bühne Tiger und Elefanten erscheinen lassen, dann ist dies das Ergebnis raffiniert eingesetzter doppelter Böden und schwarzer Tücher. Was hat das jetzt aber mit Testing zu tun? Nun ja – wenn vom modellbasierten Testen die Rede ist, mag man heute den Eindruck bekommen, dass es sich um Hokuspokus handelt – lassen sich doch angeblich die Aufwände für die Erstellung von Testfällen deutlich reduzieren. Was steckt dahinter – Showeffekt mit doppeltem Boden oder real anwendbare Innovation?Auf der kürzlich in Tallinn durch die ETSI ausgerichteten „Model based testing User Conference“ gab es eine klare Botschaft: MBT ist kein vermeintlicher Hokuspokus und inzwischen auch dem Stadium des Forschungsvorhabens im Elfenbeinturm entwachsen. MBT kann tatsächlich helfen, Testaufwände deutlich zu vermindern.