Florian Pfütze

About Florian Pfütze

Florian Pfütze arbeitet seit fast 20 Jahren in der IT-Industrie und kennt sowohl die Herausforderungen in der Entwicklung und dem Test als auch in deren Management. Er ist seit 2007 bei brightONE, leitet den Fachbereich „Integration & Maintenance Services“ in Eschborn und berät ausgewählte Kunden bei strategischen Themen. Sein besonderes Steckenpferd ist das Thema Testing.

Die perfekte Testumgebung …

… haben auch wir bisher noch nicht kennenlernen dürfen 😉

Die perfekte Testumgebung

Die heutigen Produktionssysteme werden immer komplexer – hunderte von Netzelementen, Servern, Datenbanken, Firewalls, Load-Balancern und weitere High-Tech bedürfen immer größerer Teams von Spezialisten, um sie zu monitoren, zu konfigurieren und zu betreiben.

Bevor neue Software in eine solche Produktionsumgebung eingespielt werden kann, muss diese natürlich auf Herz und Nieren geprüft werden. Schön wäre es, dies in der Produktionsumgebung zu tun und diese mal eben kurz abzuschalten. In Zeiten der globalen Nutzung und immer größeren Umsatzverlusten pro Ausfallminute ist dies aber in fast allen Fällen ein absolutes No-Go. Was kann man stattdessen tun?

Sollte ein Testautomatisierungs-Grad von 100% das ultimative Ziel sein?

Auf der grünen Wiese ist das sicherlich etwas, das wir alle gerne erreichen würden – wobei ja stets die Frage im Raum steht was genau eigentlich 100% sind und ob es nicht doch noch einige weitere Funktionen oder Permutationen gibt, die man noch testen müßte.

Trotzdem kommen wir beim Erstellen einer Teststrategie an den Punkt, wo wir prüfen müssen was genau wir mit dem herausgehandelten Test-Budget realisieren können.

Ist Testen eine minderwertige Tätigkeit?

Ich bin häufig an Diskussionen beteiligt, wo der Wert des Testens angezweifelt wird – sehr kurz nach einer solchen Äußerung wird dann über entsprechend niedrige Tagessätze gesprochen 🙂

Häufige Argumente für die Abwertung des Testens sind die vermeintlich fehlende Wertschöpfung im Vergleich zur Entwicklung von Software, sich wiederholende (Routine-)Tätigkeiten und vermeintlich nicht erforderliche Qualifikationen.

Aufgabenverteilung beim Testen – Spezialisierung oder Job-Rotation?

Testphasen in Projekten sind doch eigentlich immer durch hohen Zeitdruck geprägt – und das schlägt auch dann zu, wenn es darum geht die Aufgabengebiete oder Testfälle für den nächsten Testlauf unter den Testern zu verteilen.

Ich kenne es aus meiner Vergangenheit als Testmanager, dass man leicht dazu verführt wird immer den gleichen Experten für die gleichen Tests anzusetzen – schließlich hat man dann in der Regel das beste Ergebnis in der kürzesten Zeit. Dieser Kreislauf setzt sich weiter fort, da der Experte sich in seiner Expertise immer weiter von den Kollegen absetzt.

Doch was ist wenn dieser Experte auf einmal Urlaub hat, krank ist oder in einem anderen Projekt eingesetzt wird?